Sanspareil in Bayreuth
Für die neue Dauerausstellung im Morgenländischen Bau in Sanspareil entstand eine Museumsbeleuchtung für historische Räume, empfindliche Exponate und sehr unterschiedliche Formen der Vermittlung.
„Was gibt es nur hier?“
Diese einfache Frage stand für Dr. Cordula Mauß, Kuratorin der neuen Dauerausstellung, am Anfang der inhaltlichen Arbeit. Vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in einen Ort, dessen Geschichte erstaunlich weit zurückreicht.
Wer Sanspareil nur als barocke Schloss- und Gartenanlage betrachtet, beginnt eigentlich ein paar Millionen Jahre zu spät. Die Geschichte des Ortes führt zurück zum Jurameer. Aus dessen Riff entstand die Felslandschaft, die Markgraf Friedrich später an chinesische Felsengärten erinnerte und zum Ausgangspunkt einer außergewöhnlichen Gartenanlage wurde. Naturgeschichte, Gartenkunst und höfisches Leben sind hier unmittelbar miteinander verbunden.
Genau diese Verbindungen nimmt die neue Ausstellung auf. Ein Diorama führt ins Jurameer, Bayreuther Marmore erzählen von der regionalen Geologie und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung, historische Möbel vom höfischen Leben. Im Naturalienkabinett treffen Gesteine auf Tier- und Pflanzenpräparate und auf eine Elfenbeinschüssel aus der historischen Sammlung. Hörstationen, taktile Elemente, Mikroskope und eine Graphic Novel ergänzen die klassischen Exponate. Geschichte darf hier ausdrücklich auch ausprobiert und mit mehreren Sinnen entdeckt werden.
Für das Licht bedeutete diese Vielfalt eine ungewöhnliche Aufgabe. Oder, wie Cordula Mauß es formuliert: „In einem historischen Gebäude ist Strom Mangelware.“ Kabel konnten nicht beliebig verlegt, die wertvollen Böden nicht für Installationen genutzt werden. Gleichzeitig mussten Luxwerte und UV-Schutz eingehalten, Texte lesbar, Vitrinen präzise beleuchtet und die historischen Räume in ihrer Wirkung erhalten werden.
Freistehende Tri48 Floor übernehmen deshalb an vielen Stellen Licht, ohne in die Bausubstanz einzugreifen. In anderen Räumen kommt Pend48 hinzu. Für die Sammlungsvitrinen entwickelte Buschfeld eine eigene, sehr schlanke Micro-LED-Lösung in Messing. Unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche Räume, mit einem gemeinsamen Ziel: Das Licht soll erklären helfen, ohne selbst zur Ausstellung zu werden.
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Im ausführlichen Gespräch erzählt Dr. Cordula Mauß mehr über Jurameer und Felsengarten, das Naturalienkabinett, ungewöhnliche Exponate und darüber, warum eine zeitgemäße Ausstellung in historischen Räumen immer auch ein Stück „Tüftelei“ ist.
Projekt Pass
Tri48 Floor
- Stehleuchte, H 3000 mm, Oberfläche bronze
Ninety-Five S
- Richtstrahler, 3000 K, Casambi Steuerung
- Snap System: Filter 17°, 25°, 36°, Wabenraster
- Schirm: Curve95 als Blendschutz
Steel48 Floor
- Stehleuchte, H ca. 3040 mm, Oberfläche bronze
- Led Line (als Wallwasher) 2700 K
Fifty XS
- Richtstrahler, 3000 K Casambi Steuerung
- Snap System: Filter 17°, 25°, 36°, Wabenraster
- Schirm Tube50
Pend48 Systeme
- abgependelte Systeme unter historischen Decken
- L 4000 mm und 6000 mm
- Oberfläche bronze
Ninety-Five S
- Richtstrahler, 3000 K, Casambi Steuerung
- Snap System: Filter 17°, 25°, 36°, Wabenraster
- Schirm: Curve95 als Blendschutz
Sonderanfertigung Vitrinenbeleuchtung
- Micro LED Linien, Messing natur, 3000 K
- projektspezifische Längen, in Vitrinen verspannt
- Casambi / Micro PWM Dimmer
Das umfangreichere Gespräch mit Frau Dr. Mauß lesen Sie hier in unserem Journal. hier >>
“Ein Affe im Rokoko-Schloss, Saurier im Garten?” >>
Lesen Sie im Schlösserblog der Schlösserverwaltung mehr über das neue Museumskonzept für Sanspareil.
Besuchen Sie den Morgenländischer Bau im Felsengarten Sanspareil digital hier >>
oder vor Ort Sanspareil 34, 96197 Wonsees
Lichtkonzept: Zenk Design
Fotos: Bayerischen Schlösserverwaltung, Maria Scherf | www.schloesser.bayern.de
Buschfeld Design GmbH
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